Zollern-Alb-Kurier: Interview mit FC 07-Trainer Alexander Eberhart

FC 07-Trainer Alexander Eberhart

Bild: Wolfgang Weber (Foto Weber, Albstadt)

 

Alexander Eberhart im Interview:

Fehler kosten dem FC 07 Albstadt wichtige Punkte

 

15.11.2022

Von Marcus Arndt (Sportredaktion Zollern-Alb-Kurier).

Die Blau-Weißen stecken tief in der Ergebniskrise, wurden von der Konkurrenz in der Fußball-Landesliga von Platz eins auf acht durchgereicht. FC 07-Coach Alexander Eberhart spricht im Interview über den Abwärtstrend der Albstädter Kicker in einer (noch) ausgeglichenen Liga.


Herr Eberhart, wie beurteilen Sie die sportliche Misere Ihrer Mannschaft?

Alexander Eberhart: Von einer sportlichen Misere würde ich nicht zwingend reden. Wir liefern eigentlich ganz gute, teilweise sehr gute Spiele ab, liegen stets in Führung – punkten aber nicht. Durch individuelle Fehler verspielen wir Woche für Woche eine Führung. Das ist natürlich sehr ärgerlich, zumal wir zur Pause fast immer vorne liegen – den Vorsprung bringen wir allerdings nie über die Zeit. Ansonsten würden wir deutlich besser stehen.

 

Trotzdem liegen zwischen Spitzenreiter Weiler und Ihrem Team, das sich an achter Stelle einreiht, nur sechs Punkte. Eine „verrückte Liga“ . . .

Ich finde, dass diese Liga, beziehungsweise eine enge Tabelle generell, besonders Spaß macht. Dadurch, dass so viele Mannschaften die Chance haben, ganz vorne anzuklopfen, bleibt es interessant. Immerhin sind es sieben, acht Klubs, welche in dieser Runde um den Aufstieg mitmischen. Deshalb könnte ich auch nicht sagen, wer es am Ende auf die ersten beiden Plätze schaffen wird. Einen Favoriten zu benennen, ist in dieser Saisonphase noch reine Lotterie.

 

Es sind noch drei Spiele bis zur Winterpause. Gibt es eine interne Punktevorgabe?

Nein, eine konkrete Punktevorgabe verfolgen wir nicht. Dadurch, dass wir nun doch die ein oder andere Niederlage haben einstecken müssen, versuchen wir, nicht allzu viel auf die Tabelle zu schauen. Stattdessen konzentrieren wir uns darauf, in den nächsten drei Begegnungen einigermaßen zu punkten.

 

Noch ein kurzer Blick zurück auf das bittere 1:2 gegen die Westallgäuer . . .

Ich denke immer noch, dass wir gegen den neuen Tabellenführer aus Weiler ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben. In vielen Dingen waren wir, meiner Meinung nach, besser als der Gegner. Dass wir das Spiel letztendlich doch noch verloren haben, lag einmal mehr daran, dass es uns nicht gelang, jene individuellen Fehler, die ich schon vorhin ansprach, abzustellen oder zumindest zu korrigieren.