Zollern-Alb-Kurier: FC 07-Trainer Alexander Eberhart äussert sich zur aktuellen Situation

FC 07-Trainer Alexander Eberhart

Bild: Wolfgang Weber (Foto Weber, Albstadt)

 

Vor dem Lokalderby gegen den TSV Strassberg

 

Samstag-Ausgabe vom ZOLLERN-ALB-KURIER

FC 07 Albstadt: Aufbruchstimmung, aber keine Euphorie

24.09.2021

Von Marcus Arndt

Der Einsatz von FC 07-Kapitän Samed Akbaba ist fraglich.

Archiv-Foto: Dieter Frank (FC 07 Albstadt)

 

Keine einfache Aufgabe, zumal auch im Prestigeduell (Samstag, 15.30 Uhr, Albstadion) die Personaldecke des ehemaligen Verbandsligisten recht dünn ist. Neben den Langzeitverletzten (Endriß, Schneider) fallen Mario Gericke nach seiner Schulterverletzung und Fatih Ezgin aus privaten Gründen aus. Kapitän Samed Akbaba klagt über Rückenschmerzen – sein Einsatz ist fraglich.

 

Hotz noch nicht bei 100 Prozent

Auch Andreas Hotz ist nach seinem Muskelfaserriss noch lange nicht bei 100 Prozent. „Ebenso wenig Denis Banda“, nimmt der FC 07-Kommandogeber den Gesprächsfaden wieder auf. „Wir haben nach wie vor personelle Probleme“, gesteht der 47-Jährige ein, welcher hofft, „dass es bei dem einen oder anderen für ein paar Minuten reicht.“ Riskieren werde er allerdings bei einem 17er-Kader nichts.

Nach zwei Siegen in Serie – gegen Ochsenhausen (Endstand: 4:0) und in Balingen (3:2) – kletterten die Blau-Weißen in die obere Tabellenhälfte. Für Eberhart nur eine Momentaufnahme.

„Es liegen sechs harte Wochen und ganz, ganz bittere Niederlagen hinter uns“, sagt der A-Lizenzinhaber. Dieser macht in der Mannschaft und im Umfeld nach den jüngsten Erfolgen „eine Aufbruchstimmung“ aus. Natürlich wollen die Albstädter ihren Aufwärtstrend gegen den Tabellennachbarn aus Strassberg fortsetzen.

 

Schlechte Erinnerungen

„Das wird aber kein Selbstläufer“, weiß der erfahrene Übungsleiter, „gegen uns werden sie alles reinhauen. Ich bin mir sicher, dass Straßberg wieder ein super Spiel gegen uns macht.“ Nach dem intensiven Lokalkampf in der Saison 2019/20, den die Schmeien-Kicker damals vor heimischer Kulisse mit 2:0 gewonnen haben, hofft Eberhart „auf weniger Nickligkeiten. Aber viele Strassberger haben eine FC 07-Vergangenheit. . .“

 

Albstädter Überlebenskampf

Natürlich wolle er gewinnen, so Eberhart weiter, denn die Trendwende sei noch nicht geschafft. Eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte sei mit dem dezimierten Kader absolut keine Selbstverständlichkeit. Offen spricht er von einem Überlebenskampf des früheren Sechstligisten, „wenn wir noch einmal in eine ähnliche Situation kommen wie in den ersten Saisonwochen.“ Stark dezimiert, teilweise nur mit elf, zwölf Mann kassierte Albstadt deutliche Niederlagen: in Nusplingen (0:4) und Biberach (1:5). „In dieser Besetzung sind wir nicht konkurrenzfähig“, gesteht Eberhart ein, „da kommen wir nicht unter die besten Zehn.“

 

Neuzugänge geplant

Aber der ehemalige Drittliga-Kicker schaut nicht zurück, sieht seine Nullsiebener in der Verfolgerrolle, auch wenn Primus FC Mengen (21 Punkte) bereits elf Zähler mehr auf dem Konto hat. „Mit der vollen Kapelle sind wir eine Spitzenmannschaft“, hebt er hervor, „im Moment fehlen uns allerdings die personellen Alternativen.“ Das werde sich ändern, versichert der A-Lizenzinhaber, „das Lazarett lichtet sich und im Winter werden wir noch etwas tun.“ Mit zwei, möglicherweise sogar drei Neuzugängen planen die Verantwortlichen.

 

„Konkrete Vorstellungen“

„Wir haben ganz konkrete Vorstellungen“, betont der langjährige Coach der Blau-Weißen, „sind in Gesprächen.“ Namen nennt der 47-Jährige nicht, verrät allerdings, „sie besitzen Qualität und haben Erfahrung im Herrenbereich.“

Auch nach dem Lokalkampf bleibt das Albstädter Programm anspruchsvoll, aber machbar: in Bad Schussenried und gegen Mietingen. „Wir haben die Möglichkeit, uns in der Verfolgergruppe zu positionieren“, blickt der erfahrene Übungsleiter voraus, „dafür müssen wir aber gegen Strassberg punkten.“