21. Spieltag | Landesliga Württemberg Staffel 3 | Saison 2025/2026
Ex-Zweitligist BSV 07 Schwenningen im Albstadion:
FC 07 Albstadt – BSV 07 Schwenningen (Samstag, 07.03.2026, 15:00 Uhr, Albstadion, Albstadt-Ebingen). Der FC 07 drängte letztes Wochenende vergebens auf die Ergebniswende: Die Albstädter Blau-Weißen warten nach ihrer 0:1-Auswärtsniederlage in Nehren mittlerweile seit vier Ligaspielen vergeblich auf einen eigenen „Dreier“. Nun kommt der Traditionsverein BSV 07 Schwenningen nach seinem deutlichen 6:0-Heimerfolg gegen den TSV Harthausen/Scher mit reichlich Rückenwind vom Schwarzwald auf die Zollernalb. Somit eine stark fordernde Heimspielaufgabe für die heimische FC 07-Elf.
BSV 07 Schwenningen: Ereignisreiche sportliche Vita
Die unmittelbar bevorstehende, sportliche Herausforderung für den FC 07 zu Hause lautet aktuell BSV 07 Schwenningen, ein absoluter Traditionsverein. Er kann auf eine schillernde Vergangenheit zurückblicken. Der BSV hat in seiner Historie Punktspiele gegen die mehrfachen deutschen Meister VfB Stuttgart oder 1. FC Nürnberg, aber auch nach Abstiegen dann gegen Kreisligisten ausgetragen. 1974 fusionierten der SC Schwenningen und VfR Schwenningen, damals Schwarzwald-Bodenseeliga (dritthöchste Spielklasse in Deutschland), zum BSV 07 Schwenningen. Anmerkung: In dieser Liga wirkten u. a. auch viele Jahre lang erfolgreich der FV 07 Ebingen und FC 1910 Tailfingen mit, welche im Jahr 1998 zum FC 07 Albstadt fusionierten.
1976 gelang dem BSV der Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd, die man aber nach einem Jahr am Ende der Saison 1976/77 wieder verlassen musste. Mit dem sechsten Platz in der Abschlusstabelle der Schwarzwald-Bodenseeliga in der Saison 1977/78 wurde die Qualifikation für die damals neu gegründete Oberliga Baden-Württemberg um einen Rang verpasst. (Dem besser platzierten FC 1910 Tailfingen gelang jedoch der Aufstieg). Es folgten bei den Schwenningern sechs Jahre in der Verbandsliga (1978 bis 1984).
Von der 2. Liga in die Kreisliga
In den nachfolgenden 35 Jahren spielte der BSV 17 Jahre in der Landesliga und 18 Jahre in der Bezirksliga (mehrere Auf- und Abstiege). Den sportlichen Tiefpunkt gab es 2019, als der ehemalige Zweitligist in die Kreisliga A absteigen musste. 2023 gelang der Wiederaufstieg in die Bezirksliga Schwarzwald, dem ein Jahr später der Durchmarsch in die Landesliga folgte.
BSV 07: Aktuell auf Tabellenplatz neun
Seit letzter Saison somit wieder Landesligafußball in Schwenningen – man beendete die vergangene Saison am Ende auf Platz acht, aber auch diese Runde mit bisher durchaus gutem sportlichem Erfolg: Siebzehn Begegnungen hat bisher der BSV 07 in der laufenden Saison gespielt und ist aktuell Position neun. Der BSV 07 ist also mehr als passabel in die laufende Runde gestartet, steht nach dem Restart 2026 sogar satte sechs Plätze vor dem Ligakonkurrenten FC 07 Albstadt.
Vorsicht vor BSV-Standards
Die Schwenninger verfügen über eine ausgeglichene, gut besetzte Mannschaft. Mit Mario Bucelli und Luca Aceri hat der BSV Top-Stürmer, die mit dem Rücken zum Tor extrem gefährlich und kreativ bei Standardsituationen sind. Besonders bekannt und gefürchtet: Dragan Ovuka und Mauro Chiurazzi (jüngst drei Treffer gegen den TSV Harthausen/Scher) für ihre Zweikampf- und Kopfballstärke. Mit dem 30-Jährigen Volkan Bak verstärkten sich die BSV-Nullsiebener für die Rückrunde. Bak kam vom Türkischen SV Singen, wo er teilweise als Mannschaftskapitän fungierte. Der Vollblutstürmer war 2022 vom FC 08 Villingen nach Singen gewechselt, schaffte mit dem TSV den Sprung in die Oberliga. Trainiert wird der BSV im vierten Jahr von Jago Maric, der in seiner Spielerkarriere viele Jahre für die Stuttgarter Kickers und den FC 08 Villingen aktiv war. Bei den Villingern war er nach dem Ende seiner aktiven Zeit knapp fünf Jahre lang als Trainer tätig.
Spielertrainer Samed Akbaba: „Müssen in Nehren das 0:1 machen“
Verständlicherweise: Der FC 07-Übungsleiter war nach Spielende in Nehren mehr als geknickt, stand nach Schlusspfiff enttäuscht am Spielfeldrand natürlich primär wegen dem Endergebnis, aber nicht wegen der Leistung seines Teams. „Es war erwartet auf tiefen und holprigen Untergrund fußballerisch für beide Mannschaften nicht viel möglich, deshalb wurde hauptsächlich mit langen Bällen agiert. Wir haben den Kampf angenommen und ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. In der ersten Halbzeit müssen wir eigentlich mit 1:0 in Führung gehen (21.).“ Fürwahr: Samed Güngör war halbrechts nach Traumzuspiel von Ahmed Cetin auf und davon, schon am eilends abwehren wollenden SVN-Torhüter vorbei, setzte aber den Ball aus aussichtsreicher Position neben das Tor: „Der Ball sprang beim Schuss auf holprigen Rasen nochmal hoch, mir leider ans Schienbein, konnte ihn nicht mehr richtig kontrollieren, von da aus flog das Leder neben das Gehäuse“, so Samed Güngör nach Spielende kopfschüttelnd über sein Pech.
„Hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“
Kein Vorwurf vom Albstädter Trainer an Samed Güngör, doch er bemerkte nach Spielende: „Ich habe vor dem Match zu meinen Jungs gesagt, in Nehren und besonders bei solch schwierigen Platzverhältnissen werden wir nicht viele Chancen bekommen, müssen diese nutzen.“ Umso bitterer für Albstadt, seine erst zweite Möglichkeit nutzte der Gastgeber eiskalt zur Führung: „Kurz nach der Pause fällt dann ein ´“Sonntagsschuss“ – wenn man oben in der Tabelle steht, fliegt so ein Ball eben in den Winkel. Wir hatten dann noch einige Möglichkeiten zum Ausgleich. Unterm Strich eine mehr als bittere Niederlage, denn ich denke, wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt.“
Punktemäßiges „Frühlingserwachen“ des FC 07 notwendig
Jetzt nach vier Liga-Pleiten in Serie bedeutet dies, der FC 07 bleibt mit 15 Zählern auf der Habenseite nach der bitteren 0:1–Niederlage zuletzt gegen den SV Nehren in der Tabelle weiterhin im unmittelbaren Dunstkreis der Abstiegszone. Kommt nach der insgesamt unterdurchschnittlich verlaufenen Vorrunde 2025 nun sportlich endlich das dringende notwendige punktemäßige „Frühlingserwachen“ 2026 des FC 07 Albstadt? Doch die nächsten Aufgaben werden nicht einfach: Zunächst das Heimspiel-Doppelpack gegen den BSV 07 Schwenningen, dann kommt am darauffolgenden Mittwochabend der SC 04 Tuttlingen zum Nachholspiel ins Albstadion – durchaus zwei richtungsweisende Begegnungen für die Zollernälbler.
Samed Akbaba: „Müssen endlich anfangen uns zu belohnen“
Startet der Gast aus Schwenningen faktenbasiert als Favorit in dieses Match? Allein durch die Tabellenpositionierung beider Teams sicherlich. FC 07-Coach Samed Akbaba visiert aber optimistisch einen Heimsieg gegen den BSV an, aber auch im Nachholspiel gegen den SC 04 Tuttlingen vier Tage später sollen alle drei Zähler in Albstadt bleiben. Doch Akbaba weiß die Schwere der beiden Aufgaben: „Mit dem BSV 07 Schwenningen erwartet uns ein Gegner mit viel individueller Klasse, der zur Winterpause zudem noch einen Neuzugang aus der Oberliga verpflichtete. Wir müssen nun endlich anfangen, uns für den Aufwand zu belohnen. Mit nun zwei anstehenden Heimspielen gegen Schwenningen und Tuttlingen wollen wir versuchen, die maximale Punkteausbeute zu erreichen.“
Zum Kader-Personal für Samstag bemerkt Samed Akbaba: „Es wird sich gegenüber unserer Formation die in Nehren antrat bzw. auf der Bank saß, nichts ändern. Lewin Moser und Nicolas Gil Rodriguez, beide jüngst nicht im Einsatz, werden leider auch gegen Schwenningen verletzungsbedingt fehlen.“
Bericht: Dieter Frank (Schwarzwälder Bote) und Jürgen Estler (FC 07-Homepage-Redaktion).
Übernächste Paarung:
Landesliga Württemberg | Staffel 3 | Nachholspiel
Mittwoch, 11.03.2026 | 19:30 Uhr
Albstadion | Albstadt-Ebingen | Gymnasiumstr. 1
FC 07 Albstadt – SC 04 Tuttlingen
Fotos: Dieter Frank (FC 07 Albstadt).
Landesliga-Vorrunde | Saison 2025/26
Samstag, 30.08.2025 | Gustav-Strohm-Stadion | VS Schwenningen
BSV 07 Schwenningen – FC 07 Albstadt 0:1 (0:1)